50 Jahre AOL – Tag der offenen Tür 2017
18. November, Kunst im Klärwerk

    Die Verbandskläranlage wurde am 14.11.1967 in Betrieb genommen. Das Abwasserein­zugs­gebiet weist seitdem 2.156 ha auf und umfasst die Bielefelder Stadtteile Brackwede, Quelle, Senne, Ummeln und die Gütersloher Stadtteile Avenwedde Bhf., Friedrichsdorf, Hollen, Isselhorst und Niehorst. Nach der Inbetriebnahme nahmen durch verstärkte Bautätigkeiten im privaten, gewerblichen und industriellen Bereich die Menge und der Verschmutzungsgrad des Abwassers zunächst zu. Aufgrund gesetzlicher Anforderungs­erhöhungen an die Abwasserreinigung und der gleichzeitig steigenden Zulaufbelastung musste die Kläranlage mehrmals erweitert werden. Die wichtigsten Erweiterungsschritte sind:

    1. Erweiterung von 1982 bis 1984:
      Erneuerung und Erweiterung der mechanischen Stufe, Inbetriebnahme einer 2. biolo­gischen Stufe, einer Kammerfilterpresse und eines Blockheizkraftwerkes

    2. Erweiterung von 1988 bis 1989:
      Erweiterung des Blockheizkraftwerkes, Umbau der 1. biologischen Stufe und Inbetrieb­nahme einer Fällmittel-Aufbereitungs­anlage

    3. Erweiterung von 1991 bis 1993:
      Erweiterung des Blockheizkraftwerkes, Inbetriebnahme einer Flockungsfiltration (FLOFIL) und von zwei Schönungsteichen

    4. Erweiterung von 1995 bis 1997:
      Erweiterung des Betriebsgebäudes, Inbetriebnahme einer Festbettdenitrifikation (DENI), Bau eines Schlamm-/Trockenschlammlagers und einer Abluftbehandlungsanlage

    5. Erweiterung von 2011 bis 2014:
      Inbetriebnahme einer 4. Reinigungsstufe - Spurenstoffelimination durch granulierte Aktivkohle

       

    Seit der Erweiterung von 1984 hat die Kläranlage eine Kapazität von 380.000 Einwohnerwerten. Dieser Wert ergibt sich aus der Anzahl der im Einzugsgebiet gemeldeten Einwohnerzahl und den Einwohnergleichwerten aus dem gewerblichen und industriellen Abwasseranteil. Zurzeit sind aufgrund des Wegfalls einzelner Industrie­einleiter ungefähr 170.000 E (EZ: 73.500 E und EGW: 96.500 E) angeschlossen. Dabei betragen der Bielefelder Anteil ca. 86 % und der Gütersloher Anteil ca. 14 % der Einwohnerwerte.