Sandfang

Der Sandfang ist als belüfteter Langsandfang mit kombiniertem Fettfang ausgebaut und besteht aus zwei 30 m langen Kammern. Diese weisen einen trapezförmigen Querschnitt auf und werden in Längsrichtung durch vertikal versetzt angeordnete Eichenholzbretter in die Sandfang- und Fettfangkammern aufgeteilt. Durch das Einblasen von Luft in die Sandfangkammern wird dort eine Kreisströmung hervorgerufen, die sich mit der Längsströmung des Abwassers überlagert und eine Schraubenströmung erzeugt. Auf diese Weise wird bei geringen Durchflussmengen die Ablagerung organischer Stoffe begrenzt. Des Weiteren dient die Belüftung dazu, den zu Boden sinkenden Sand in Sandsammelrinnen zu spülen und die im Abwasser enthaltenden Leichtstoffe durch Flotationseffekte an der Wasseroberfläche der Fettkammern auf zu konzentrieren.

Die Entfernung der sedimentierten und flotierten Stoffe erfolgt durch einen auf den Beckenrändern fahrenden Sandfangräumer. Die Räumerbrücke fährt vom Beckenanfang bis zum Beckenende und zurück. Dabei werden die Feststoffe mit einer Druckluftheberanlage, Mammutpumpe, aus den Sandsammelrinnen als Sandwassergemisch in eine Ablaufrinne gefördert. Anschließend gelangt das Sandwassergemisch in einen Untertrummförder, der zur Klassierung und Entwässerung des Sandes dient. Das wöchentlich anfallende Sandfanggut wird in einem Container zwischengespeichert und von einem Entsorgungsunternehmen entsorgt. Die Schwimmstoffe aus den Fettkammern werden in den Faulbehälter gefördert.

 

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