Faulbehälter

Bei dem Faulbehälter I handelt es sich um einen 6.000 m³ großen beheizten Faulraum.  Eine permanent laufende Umwälzpumpe durchmischt den Faulschlamm. Bei entsprechenden Schieberstellungen wird der Umwälzschlamm täglich an 5 verschiedenen Stellen in das System eingetragen. Für die Sicherstellung des mesophilen Betriebs heizt ein außen liegender Wärmetauscher stetig einen Teil des Faulschlamms auf. Die Zugabe des eingedickten Rohschlamms erfolgt über einen Injektor in den Heizschlammstromkreis. Dabei findet eine bestmögliche Vorwärmung und Impfung des kalten Rohschlamms durch den warmen Heizschlamm statt. Zusätzlich fördert die Dickschlammpumpe der Überschussschlamm-Eindickungsanlage den eingedickten Überschussschlamm ohne Vorwärmung in den Faulbehälter I. Bei der diskontinuierlichen Beschickung wird die Menge an Faulschlamm und Trübwasser aus Faulbehälter I in Faulbehälter II verdrängt, die als Rohschlamm zugeführt wird.

Die in Faulbehälter I begonnene anaerobe Faulschlammstabilisierung setzt sich in den hintereinander geschalteten Faulbehältern II und III fort. Es liegt dort ein leichtes Temperaturgefälle vor, da der Faulschlamm in den Faulbehältern II und III nicht mehr durch einen Wärmetauscher aufgeheizt wird. Die Faulschlammumwälzung findet alternierend zwischen den Faulbehälter II und III statt und beträgt 12 Stunden pro Faulbehälter und Tag.

Das bei der anaeroben Stabilisierung freigesetzte Faulgas wird aus den jeweiligen Faulbehältern abgeleitet und in einem Membrangasbehälter zwischengespeichert.

Daten Faulbehälter:
Betriebsweise: mesophile anaerobe Schlammstabilisierung in 3 hintereinandergeschalteten Faulbehältern
Volumen Faulbehälter I: VFB I = 6.000 m³
Volumen Faulbehälter II: VFB II = 3.000 m³
Volumen Faulbehälter III: VFB III = 3.000 m³
Stabilisierungstemperatur: T = 39 - 41 °C
Stabilisierungszeit, gesamt: t = 46,7 d

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